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Datum/Zeit |
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75,32 € |
+1,88 € |
+2,50 % |
17.04/17:35 |
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WKN |
Jahreshoch |
Jahrestief |
| DE000SYM9999 |
SYM999 |
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- € |
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Symrise will 2011 überproportional wachsen 10.11.2010
Bankhaus Lampe
Düsseldorf (aktiencheck.de AG) - Heiko Feber, Analyst vom Bankhaus Lampe, stuft die Symrise-Aktie (ISIN DE000SYM9999 / WKN SYM999) unverändert mit "kaufen" ein.
Die von Symrise veröffentlichten Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2010 hätten die Schätzungen der Analysten übertroffen, wozu insbesondere das zyklischere Segment Scent & Care beigetragen habe. Beide Segmente hätten den Umsatz im dritten Quartal gegenüber dem Vorjahr zweistellig steigern können. Bei regionaler Betrachtung habe nur EAME (Europa, Afrika, Mittlerer Osten) (+9,8%) kein zweistelliges Wachstum erreicht. Der Nordamerikaumsatz habe sich um 23,3% erhöht, Asien/Pazifik habe 26,7% zugelegt und Lateinamerika habe den Umsatz um 16,2% gesteigert.
Das EBITDA und EBIT seien trotz einer unter ihrer Schätzung liegenden Bruttomarge (Währungsbelastungen) dank einer erfolgreichen Kontrolle der operativen Kosten überproportional zum Umsatz gesteigert worden. Die EBITDA-Marge habe daher 0,3% über der Schätzung der Analysten gelegen. Der Nettogewinn und der Gewinn je Aktie hätten von einer überraschend geringen Steuerquote profitiert, die höher als erwartete Finanzaufwendungen (Rückstellung für Abschreibung auf Investition in Kooperationspartner) habe überkompensieren können. Verantwortlich für die geringe Steuerquote seien Erträge aus latenten Steuern in Höhe von 7,0 Mio. Euro infolge von Währungsschwankungen gewesen.
Erfreulich habe sich das Verhältnis von Nettoverschuldung (inkl. Pensionsverpflichtungen) zu EBITDA entwickelt, das sich von 3,1 (Ende 2009) auf 2,3 reduziert habe. Es liege damit innerhalb der Zielspanne von 2,0 bis 2,5. Für das Jahresende erwarte Symrise ein Verhältnis am oberen Ende dieser Spanne. Der operative Cash-flow der ersten neun Monate habe sich gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11 Mio. Euro auf 156 Mio. Euro verbessert.
Die Prognose für 2010 (währungsbereinigtes Umsatzwachstum größer 8%; EBITDA-Marge > 20%) habe Symrise bekräftigt. Die Analysten würden dies weiterhin als konservativ erachten, da bereits nach neun Monaten ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 12,4% erreicht worden sei und die EBITDA-Marge 22,2% erreicht habe. Angesichts der über ihrer Prognose liegenden Umsatz- und Margenentwicklung hätten die Analysten ihre entsprechenden Schätzungen angehoben.
Die Schätzung für den Gewinn je Aktie würden die Analysten infolge einer anstehenden Sonderbelastung in Q4/2010 reduzieren. Für das Schlussquartal habe Symrise einen Einmalaufwand in Höhe von ca. 20 Mio. Euro im Finanzergebnis in Aussicht gestellt, der sich aus der Ablösung bestehender Zinsswaps ergeben werde. Symrise erwarte, dass dieser Negativeffekt über die Laufzeit der neuen Finanzierungen kompensiert werde. Unter Berücksichtigung des Einmaleffektes würden die Analysten ihre Schätzung für den Gewinn je Aktie in 2010 auf 1,22 Euro reduzieren.
Da Symrise die Dividendenausschüttung an den Gewinn je Aktie kopple, könnte dies die Dividende belasten. Die Analysten sähen jedoch keinen Grund für eine Zurücknahme ihrer Dividendenprognose von 0,60 Euro, da dies auf Basis der reduzierten EPS-Schätzung einer Ausschüttungsquote von etwa 49% entspreche. Auf Basis ihrer alten EPS-Prognose hätten sie eine Ausschüttungsquote von 46% unterstellt, während Symrise in den Jahren 2007 bis 2009 61%, 66% bzw. 71% des Gewinns ausgeschüttet habe.
Für 2011 erwarte Symrise eine Normalisierung des Marktwachstums auf 2-3% und wolle überproportional wachsen. Darüber hinaus sei Symrise zuversichtlich, auch 2011 eine EBITDA-Marge von mehr als 20% zu erreichen. Dies decke sich mit den Prognosen der Analysten (Umsatz +3,2%; EBITDA-Marge 20,9%), so dass sie hier keine Änderungen vornehmen würden. Infolge der höheren Umsatzprognose für 2010 würden sich jedoch aufgrund des Basiseffektes ihre Schätzungen für 2011ff erhöhen.
Mit Hilfe ihres DCF-Modells ermitteln die Analysten vom Bankhaus Lampe für die Symrise-Aktie ein neues, höheres Kursziel von 24,50 Euro (zuvor: 23,50 Euro) und bekräftigen folglich ihre Kaufempfehlung. Sie sähen somit den gestrigen Kursrückgang fundamental als nicht gerechtfertigt an. Die Bestätigung der alten Guidance trotz der über den Erwartungen liegenden Geschäftszahlen der ersten neun Monate würden sie unverändert als konservativ erachten. Auch würden sie keine Enttäuschung bei der Dividende erwarten. Der Konsens (Quelle: FactSet) liege hier ebenfalls bei 0,60 Euro je Aktie. (Analyse vom 10.11.2010) (10.11.2010/ac/a/d)
Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Das Wertpapierdienstleistungsunternehmen oder ein mit ihm verbundenes Unternehmen handeln regelmäßig in Aktien des analysierten Unternehmens. Weitere möglichen Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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